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Krieg ist mehr als ein „Kollateralschaden“Dresdner gedenken der Bombennacht und warnen vor einem Irak-Krieg
Tausende gedachten gestern in Dresden der Menschen, die bei den Luftangriffen am 13. Februar 1945 ums Leben kamen. Insbesondere vor dem Hintergrund eines drohenden Angriffs auf den Irak erinnerten Zeitzeugen auf zahlreichen Gedenkver-
anstaltungen an die Folgen von Kriegen. Der Bischof des Bistums Dresden-Meisen, Joachim Reinelt , rief zu Geduld und Gewaltlosigkeit im Irak-Konflikt auf. Die schnelle Lösung könnte eine grausame werden ,sagte er in der Hofkirche. So würden Hass und Terror befördert.
Auf dem Altmarkt kamen am Abend mehr als 1000 Menschen zu einer Gedenkveranstaltung zusammen . Zur Mahnung verlasen Schüler des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Zeitzeugenberichte.
Begonnen hatten die Gedenkfeierlichkeiten am Vormittag. Auf dem Heidefriedhof fanden sich mehrere hundert Menschen zur Kranzniederlegung ein. Politiker von Stadt und Land, darunter Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), Dresdens Erster Bürgermeister Lutz Vogel (parteilos) und Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU), verneigten sich mit dem US-amerikanischen Botschafter Daniel Coats und Vertretern aus Großbritannien und Frankreich vor dem Mahnmal für getöteten Dresdner.
Auf an der Frauenkirche gedachten den ganzen Tag Bürger der Opfer der Kirche stellten sie Kerzen auf, außerdem warnten Künstler mit Lesungen, Pantomime und Musik vor den Folgen von Kriegen.
„Man muss sich die einzelnen Schicksale der betroffenen Menschen ansehen, damit nachher nicht einfach von `Kollateralschäden´ die Rede ist“ , mahnte Jens Herrmann von der Initiative „Kunstplan“. Im Beisein von Zeitzeugen versenkten die Kunstplan-Mitarbeiter das 58. Mahndepot Dresdens. Die kleine Edelstahlbüchse enthält ein Foto und Informationen über den Ort und befindet sich an der Ecke Prießnitzstraße/Bautzner Straße. Es soll an das zerstörte Cafe Schiller erinnern.
Zu einer Demonstration für den Frieden versammelten sich am frühen Abend etwa 400 Kriegsgegner an der Ruine der Trinitatiskirche . „Das Gedenken an die Opfer von 1945 und der Widerstand gegen einen Krieg im Irak gehören zusammen“, sagte einer der Demonstranten.
Franzika Feuer/Anne Wawro
Dem Gedenken an die Bombennacht ist die CD mit dem „Glocken Requiem Dresden“ von H. Johannes Wallmann gewidmet. Die CD von 17,99 Euro ist in der DNN-Geschäftsstelle, Hauptstraße 21 erhältlich. 2,50 Euro CD kommen der Kinderhilfsorganisation „terre des hommes“ zugute.
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