Sächsische Zeitung, Samstag, 8. Februar 2003
Mahndepots (Auszug)Albertinum (32): Im Tiefkeller befand sich bis Mai 1945 die Befehlstelle der Örtlichen Luftschutzleitung.
Bautzner Straße 20 (08): Bis zum 1. April 1940 hatten alle jüdischen Einwohner Dresdens in „Judenhäuser“ zu ziehen. Dies war eins.
Carolaplatz 5 (42): Im monumentalen Rundbau am Carolaplatz bot der Zirkus Sarrasani noch im Winter 1944/45 täglich Vorstellungen an. Am Abend des 13. Februar 1945 unterbrach der erste Luftangriff die laufende Vorstellung.
Devrientstraße 10/12 (43): Während des ersten Luftangriffes am 13. Februar 1945 erlitten die großen städtischen Speicher nur geringe Schäden, der zweite Luftangriff jedoch setzte beide Gebäude in Brand. Er dauerten mehrere Tage an.
Güterbahnhof Neustadt (12): Der Güterbahnhof, im Zuständigkeitsbereich des Reichsbahnbetriebswerkes 3 gelegen, fungierte während des Zweiten Weltkriegs als „Verladebahnhof für Militärtransporte“.
Webergasse 19 (40): Als die Bomben fielen, flüchtet Frau S., die hier lebte, mit ihrem Baby und ihrer Mutter in den Keller. Dort wurden sie verschüttet. Frau S. wurde nach eineinhalb Tagen geborgen. Ihr kleiner Sohn und ihre Mutter überlebten das Grauen nicht. Von den 89 Menschen, die in den Keller geflüchtet waren, blieben nur sechs am Leben.
Zurück zur Übersicht
